Dach-Belichtung mit Dachgauben

Gaube auf Haus mit RechteckdeckungEine Dachgaube ist eine Dachaufbau mit Fenster. Sie dienen der Belichtung und der Belüftung des Raumes und schaffen zudem mehr Freiraum unter dem Dach. Dachgauben haben in der Regel ein Gaubendach und einen Giebel, welche an die Form des Hauptdaches angepasst sind. Die Seitenwände der Gaube werden als Gaubenwangen oder Dachbacken bezeichnet.

Es gibt viele spezielle Bauformen, wie beispielsweise Schleppgaube, Spitzgaube oder Fledermausgaube. Ein Zwerchhaus erfüllt im Prinzip den selben Zweck steht im Gegensatz zur Gaube jedoch in einer Flucht mit der Außenwand.

Allgemeines zur Plannung von Gauben

Formen und Anzahl der Gauben müssen zu dem Hauptdach passen. Ist dies nicht der Fall kann das Gesamtbild des Hauses gestört werden. Für die Plannung spielen natürlich weiter Dinge eine Rolle:

Die Gaubenhöhe:
Die Höhe der Gaube hängt unter anderem von der Neigung der Gaubendachfläche, der Höhe des Gaubenspiegels und der Konstruktionsdicke der Gaubenfläche ab. Die Randabstände der Gaube sollten etwa einen Meter aufweisen.

Neigung der Dachgaubenfläche
Je nach Neigungswinkel kommen unterschiedliche Eindeckungen in Frage. Die Regeldachneigung des jeweiligen Materials gibt an für welche Neigungswinkel die Regensicherheit erwiesen ist.
Wird diese Regeldachneigung unterschritten müssen geeignete Zusatzmaßnahmen, wie Unterspannungen oder Unterdeckungen, geplant und umgesetzt werden.

Je nach Gaubenform und Deckung werden die Gauben auf unterschiedliche weise in das bestehende Dach integriert.

Mit einem so genannten Dachknick werden beispielsweise flache Schleppgaubendachflächen mit dem steileren Hauptdach verbunden. Sind die Neigungswinkel sehr unterschiedlich kann der Übergang auch mit individuellen Winkelsteinen ausgeführt werden.
Der seitliche Anschluss an das Hauptdach kann zum Beispiel auf dem Deckstoff aufliegend erfolgen.

Formen von Gauben

Schleppgaube: Das ist die älteste Form. Die Stirnseite der Gaube ist ein Rechteck und sie hat ein Pultdach, mit einer geringeren Neigung als die des Hauptdaches. Die Gaubenwangen sind Dreiecke ohne rechten Winkel.

Spitzgaube: Die Spitzgaube wird wegen ihrer dreieckigen Form auch als Dreiecksgaube bezeichnet. Die Dachfläche de Gaube ist ein Satteldach und Gaubenwangen gibt es nicht.

Fledermausgauben: Diese Form wird auch als Froschmaulgaube oder Ochsenauge bezeichnet. Sie hat eine geschwungene Form und keine Gaubenwangen.

Fertiggauben

Egal für welche Gaubenform Sie sich entschieden haben, alle Formen sind auch als Fertiggauben erhältlich. Sie werden aus System-Fertigteilen gefertigt und können schnell und somit relativ kostengünstig vom Fachmann montiert werden.
In der Regel wird hier weder ein Gerüst noch ein Kran benötigt. Sie Fenster können aus Kunststoff, Alu oder auch Holz sein und sind schon bei der Montage in die Gaube eingebaut. Auch Rollläden können bei Fertiggauben bereits eingebaut sein.

Zwerchhaus
Ein Zwerchhaus kann ein- und mehrgeschossig sein und ist wie die Gaube ein Aufbau eines geneigten Daches. Meist wird es als Satteldach konstruiert, dessen Dachfirst quer (bedeutet zwerch) zu dem des Hauptdaches verläuft.

Erker
Ein Erker ist ein Überdachter Vorbau der Fassade. Der Erker steigt nicht direkt vom Boden auf sondern wird von einer Balkenanlage oder Konsolen getragen. Erker entstanden im Mittelalter vor allem an Wehrbauten als Schießscharten, da sie einen guten Ausblick mit einem Blickwinkel von 270° ermöglichen. Heute dient er als Erweiterungsmöglichkeit für Wohnräume.


Diese beiden Clips von Dach Pro zeigen den Abriss und die Neuerstellung einer Dachgaube. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Abrissarbeiten an der alten und dem Aufbau der neuen Gaube. Im zweiten Teil dreht sich alles um die Verschalung der Gaube sowie die Bespannung mit einer Folie.

Dachdecker / Gaube (Teil 1/2) Abrissarbeiten und Gaubenaufbau


Dachdecker / Gaube (Teil 2/2) verschalen und Dachfläche zuspannen